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Samstag, 27. Juli 2013

Die vielleicht erfrischendste Radtour der Welt

Sommerliche Radtouren sind am schönsten, wenn man sich zwischendurch erfrischen kann. Jetzt gibt es für die warmen Tage des Jahres eine spezielle Radtour am Niederrhein, die von einem Wasser-Ort zum anderen führt. Etliche Erfrischungs-Pausen sind so garantiert.


Die neue Strecke hat ein Team des Niederrhein Tourismus erarbeitet und erprobt. Sie führt von der Xantener Südsee zunächst am Rhein entlang, wechselt dann mit der Fähre über den Rhein nach Wesel, berührt dort den Auesee und fährt weiter an die Lippe und zum Wesel-Datteln-Kanal. Die Rundtour ist sportliche 65 Kilometer lang und eignet sich hervorragend für Kurzurlauber, aber natürlich auch für Einheimische. Die fünfeinhalb Stunden im Sattel können sich die Radler durch kurze Erfrischungspausen am Wasser oder auf den Deichen versüßen. 

Wem die Strecke zu lang ist, kann sie auf halber Strecke in Wesel abkürzen - und hat dann immer noch 35 Kilometer auf dem Kilometerzähler stehen. Wer die Tour nachfahren möchte, findet die Daten sowie eine Anleitung auf www.niederrhein-tourismus.de/radrouten.
Was genau man auf dieser Route zu sehen bekommt, lässt sich in einer ausführlichen Reportage im neuen kostenlosen Gästemagazin des Niederrheins nachlesen. Diverse Fotos vermitteln Touristen schon mal einen Eindruck von Wasser und Land: etwa von der großen Schleuse in Hünxe oder der handbetriebenen Gierseilfähre an der Lippe, die man mit purer Muskelkraft bedienen muss.


Neben den Radtour-Tipps finden sich im neuen Gästemagazin viele weitere Themen, die Appetit auf den Niederrhein machen: zum Beispiel auf charmante Spezialitäten, die man nur hier zu futtern bekommt. Etwa Pralinen, die wie Kohlköpfe aussehen, oder der leckere Saft einer vorm Aussterben bedrohten Apfelsorte. Ein besonderes Augenmerk dieser Ausgabe liegt auf prominenten Sprücheklopfern, die eines gemeinsam haben: Ihre Heimat liegt am Niederrhein. Ihre Sprüche dagegen sind auch weit darüber hinaus bekannt! Einer von ihnen ist "Ente" Lippens, früherer Fußball-Profi, der aus Kleve stammt und hier einmal weniger frech als wehmütig erzählt, was seine Lieblingsorte in der Heimat sind: unter anderem das Dünendorf in Wissel, der Altrheinarm in Birten oder die berühmten Wallfahrtsorte.


Das Gästemagazin liegt in Kürze an allen wichtigen touristischen Punkten des Niederrheins aus. Schon jetzt kann es als PDF-Dokument unter www.niederrhein-tourismus.de heruntergeladen werden.


Freitag, 12. Juli 2013

Mit dem Rad zu Burgen und Mühlen

Niershorst - Die Radroute im Juli führt am Flugplatz Niershorst in Grefrath vorbei. Hier können Motorsportflugzeuge bestaunt werden. Foto: Kreis Viersen

 

Radroute von Oedt nach Wachtendonk (Kreis Viersen)

Die Radroute im Juli führt am Flugplatz Niershorst in Grefrath vorbei. Hier können Motorsportflugzeuge bestaunt werden.

Die Juli-Radtour verläuft entlang der Niers zur Burgruine Wachtendonk. Los geht's in Oedt an der Burgruine Uda. Die Burg wurde um 1300 erbaut, beherbergte das Amtshaus von Oedt und diente zum Schutz des Erzstiftes Köln. Ende des 18. Jahrhunderts sprengten einmarschierende Truppen die Festung. Der Burgturm ist erst kürzlich renoviert worden.

Auf dem Niers-Radwanderweg geht es vorbei an der Niers und dem Flugplatzgelände Niershorst. Hier können die Radfahrer Segel- und Motorsportflugzeuge sowie Fallschirmspringer in der Luft beobachten. Die Strecke führt auf dem Niers-Radwanderweg in das Naturschutzgebiet Grasheide und Mülhausener Benden. Inmitten der Auenlandschaft liegt die Langendonker Mühle. Diese Öl- und Kornmühle aus dem 14. Jahrhundert mahlte zwischenzeitlich einmal Tabakblätter. Die Route führt weiter an der Abtei Mariendonk und der Neersdommer Mühle vorbei. Das Benediktinerinnen-Kloster stammt aus dem Jahr 1900. An der Neersdommer Mühle können sich die Radler über den Kempener Grenzsteinweg informieren.

Die Route verläuft weiter unter der Autobahn 40 bei Schlick hindurch auf dem Niers-Radwanderweg, am Roeselshof vorbei in Richtung Wachtendonk. Kurz vor Wachtendonk biegen die Radler links ab, über die Niers und dann zur Burgruine Wachtendonk. Die ehemalige Wasserburg Wachtendonk wurde 1326 erstmals schriftlich erwähnt. Die Radfahrer passieren auf der weiteren Route den historischen Ortskern von Wachtendonk mit Rathaus, Pulverturm, Stadtmauer, Haus Püllen und zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden.

Der Weg folgt der Niederrheinroute über die Moorenstraße entlang des Baches Schleck. Im Anschluss führt die Route links in Richtung Gelinter. Das Haus Velde aus dem 13. Jahrhundert ist über den Kempener Grenzsteinweg erreichbar. Das Rittergut diente damals der Grenzsicherung und befindet sich heute in Privatbesitz. Weiter folgt die Strecke dem Kempener Grenzsteinweg durch weitläufige Felder der "Kempener Platte" und an Haus Steinfunder vorbei. Über den BahnRadweg Kreis Viersen, entlang der ehemaligen Bahntrasse Grefrath-Kempen, erreichen die Radfahrer nach rund 36 Kilometern den Ausgangspunkt der Tour, die Burg Uda.

 

ADFC-Radtour

Der Allgemeine Deutsche Fahrradklub (ADFC) Krefeld-Viersen bietet am 21. Juli eine geführte Fahrradtour dieser Strecke an. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Burg Uda in Oedt. Weitere Informationen zu dieser Radtour finden Interessierte unter ADFC Krefeld-Viersen www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-krefeld-kreis-viersen/touren.html

 

Info

Auf der Homepage des Kreises Viersen sind die aktuelle Radroute sowie die älteren Radrouten des Monats archiviert. Hier stehen kostenlos Übersichtskarten der Radrouten zum Download zur Verfügung. Interessierte Radfahrer können sich über ein kostenloses Newsletter-Abonnement des Kreises Viersen zur "Radroute des Monats" unter www.kreis-viersen.de/radfahren über die Veröffentlichung der monatlichen Radtour informieren lassen.

Der Kreis Viersen bietet jeweils von März bis Oktober monatlich eine "Radroute des Monats" an. Sie wird vom Amt für Bauen, Landschaft und Planung ausgearbeitet. Die Routen führen durch alle Teile des Kreises und manchmal auch in die benachbarten Regionen. Der fahrradfreundliche Kreis Viersen zeichnet sich durch ein Netz von mehr als 650 Kilometern ausgeschilderter Radwege aus.

www.kreis-viersen.de/radroute-des-monats

Samstag, 6. Juli 2013

Friedensroute - Auf den Spuren des Westfälischen Friedens

Zum 15-jährigen Bestehen des Radweges „Friedensroute“ haben sich die Vereine Münsterland e.V. und Osnabrücker Land e.V. gemeinsam mit den Orten entlang der Strecke ein besonderes Geburtstagsgeschenk ausgedacht. In der Zeit vom 07. Juli bis zum 31. Oktober steht der Radtourismus der Regionen ganz im Zeichen des Westfälischen Friedens.

Im Jahr 1648 ritten Botschafter, um die Nachricht des Westfälischen Friedens zu überbringen. Genau 350 Jahre später begannen Radfahrer, ihre Fährte aufzunehmen und die hinterbliebenen kultur-historischen Eindrücke zu erleben. Als im Jahr 1998 der Startschuss für die Friedensroute fiel, war dies für Radbegeisterte ein Anlass, sich aufzumachen, um die münsterländische Parklandschaft und die Ausläufer des Teutoburger Waldes zu erkunden. Seit 15 Jahren tummeln sich die Radfahrer nun auf der Strecke, die die Friedensstädte Münster und Osnabrück miteinander verbindet. 


Aus diesem Grund feiern das Münster- und Osnabrücker Land das Bestehen der Route - und drehen am Rad: Wer mit dem Fahrrad im Münster- und Osnabrücker Land unterwegs ist, hat ab sofort die Chance, einen von vielen Preisen zu gewinnen. Eine Ballonfahrt, ein "Friedensmahl für zwei", Wochenendarrangements in den beteiligten Städten, Gutscheine und Eintrittskarten für Veranstaltungen und vieles mehr. Gewinnen ist ganz einfach: Aufsatteln, entdecken und Fragen beantworten. Wer weiß, welches Tier die Kirchturmspitze in Lienen ziert oder wo sich in Hagen am Teutoburger Wald der Kreisel mit dem Friedensreiter befindet? Die Fragen sind im Jubiläumsflyer zu finden, der in allen Tourist-Informationen kostenlos erhältlich ist oder bei den beiden Vereinen bestellt werden kann. In jedem Ort an der Route gilt es spannende Fragen zum Thema "Westfälischer Friede" zu beantworten. Nur fünf der insgesamt 15 Fragen müssen richtig beantwortet werden und schon kann man an der großen Gewinnaktion teilnehmen.

Des Weiteren finden Aktionen wie geführte Radtouren statt, wie zum Beispiel am 07.07.2013 ab Telgte. Startpunkt für die ca. 50 Kilometer lange Tour ist der Marktplatz in Telgte. Um 14.00 Uhr geht es los Richtung Ostbevern und Glandorf. Der Unkostenbeitrag liegt bei 6 € pro Person. Anmeldungen nimmt die Stadttouristik Telgte entgegen (Tel. 02504/690100).

Die Route
Die Friedensroute verbindet Kulturhistorie mit Fahrradgenuss: Seit 1998 ist hier die Geschichte des Westfälischen Friedens auf rund 170 Kilometern mit dem Fahrrad erlebbar. Mit einer landschaftlich abwechslungsreichen Strecke und geschichtsträchtigen Eindrücken lockt die Strecke seit 15 Jahren Radfahrer und wurde 2008 zur Radroute des Jahres in Nordrhein-Westfalen gewählt. Die leichte Befahrbarkeit durch breite und asphaltierte Strecken ist ebenso überzeugend wie die gut sichtbare Ausschilderung: In beiden Richtungen weist das Symbol des "Friedensreiters" den Weg, der als Rundkurs angelegt ist. Dank der guten Bahnanbindung und der dichten Radwegenetze im Münsterland und im Osnabrücker Land, lassen sich auch bequeme Tagesetappen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade fahren. Tourentipps für Tages- sowie Mehrtagestouren auf der Friedensroute können über die Internetseite www.friedensroute.de eingeholt werden.


Geschichte
Auf den Spuren der Friedensreiter, die als Nachrichtenbotschafter zwischen den Städten Münster und Osnabrück unterwegs waren, genießen heute Radfahrer die besondere Atmosphäre der ehemaligen Reichspostlinie. Die beiden Städte wurden wegen ihrer günstigen Lage zwischen den zerstrittenen Parteien in ganz Europa als Orte der Friedensverhandlungen zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges gewählt. Ein weiterer Grund war die unterschiedliche konfessionelle Zugehörigkeit. Während der langjährigen Verhandlungen sorgten die Friedensreiter für den Austausch von Nachrichten, bevor es 1648 zur Einigung durch drei Einzelverträge kam und der "Westfälische Friede" beschlossen wurde.


Die Friedensroute ist Teil der regionalen Radwegenetze im Osnabrücker Land (RAVELOS) und im Münsterland (Radwegenetz Münsterland). Alle wichtigen Informationen zur Friedensroute und zum Jubiläum unter www.friedensroute.de 

Sonntag, 28. April 2013

Rad-Genusstour quer durch das Sauerland

SauerlandRadring, RuhrtalRadweg, Lenneroute - binnen weniger Jahre haben sich diese drei 84, 230 bzw. 150 km langen Radwege zu den beliebtesten Radwegen für Familien entwickelt. Foto: www.schmallenberger-sauerland.de

SauerlandRadring, RuhrtalRadweg, Lenneroute

SauerlandRadring, RuhrtalRadweg, Lenneroute - binnen weniger Jahre haben sich diese drei 84, 230 bzw. 150 km langen Radwege zu den beliebtesten Radwegen für Familien entwickelt. Kein Wunder, denn alle drei sind steigungsarm, asphaltiert bzw. bestens befestigt und führen abseits von Hektik und Verkehr auf alten Bahntrassen bzw. entlang der Flüsse Ruhr und Lenne zu einer Vielzahl attraktiver Ausflugsziele. 

Besonders beliebt: der 700 m lange, schaurig schöne Fledermaustunnel auf dem SauerlandRadring. Wer Teile der drei auf einer Rundreise kennenlernen möchte, bucht die Genusstour durch das Sauerland mit 4 Etappen à 20 bis 38 km ab 179 € inkl. 5 Ü/F in wechselnden Gasthöfen und Pensionen bei: Gästeinformation Schmallenberger Sauerland, Poststr. 7, 57392 Schmallenberg, Gratis-Telefon: 0800 - 0 114 130, täglich von 9 bis 21 Uhr, Fax: 02972-974026, www.schmallenberger-sauerland.de. Tipp: E-Bikes vor Ort ausleihbar.

Dienstag, 9. April 2013

Tipps: Fahrradmitnahme im Zug

Zaghaft lockt die Sonne Stubenhocker wieder aufs Rad. Wer bei einer längeren Tour Zug und Fahrrad kombiniert, kann ohne Anstrengung größere Distanzen überwinden und neue reizvolle Strecken entdecken. „Allerdings gibt’s die Mitnahme des zweirädrigen Begleiters im Zug nicht zum Nulltarif“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Sie hat für die Fahrradmitnahme in Zügen die passenden Tipps parat:

  • Reservierungspflicht bei weiten Strecken: Wer sein Rad im Fernverkehr mitnehmen möchte, muss auf den ICE verzichten. Dort ist die Mitnahme von Drahteseln nicht erlaubt. Für alle anderen Zugklassen gilt: Mitnahme ja, aber nur mit Reservierung! Eine Stellplatzgarantie erhält, wer mindestens einen Tag vorher bucht. Die Reservierung für Räder ist in Deutschland kostenlos. Die Beförderung im Fernverkehr hingegen kostet neun Euro und sechs Euro mit BahnCard – unabhängig von der Entfernung. Auch die Mitnahme eines Fahrrads bei Bahnreisen ins Ausland muss angemeldet werden. Die Reservierung ist jedoch bereits in dem Ticketpreis von zehn Euro enthalten.

  • Sonderanfertigungen und Extras: Bei Liegerädern, E-Bikes oder Tandems kann die Deutsche Bahn eine Beförderung verweigern. Achtung: Wer mit Rad und Anhänger reist, muss dafür zwei Fahrradtickets lösen. Ausnahme Faltrad: Ein zusammenklappbares Rad gilt im Zug als Gepäckstück und kann ohne zusätzliches Ticket transportiert werden – sogar im ICE. Ganz gleich ob Normalo-Rad oder Exot: Spanngurte für einen festen Stand des fahrbaren Untersatzes sollten als Reiseutensil nicht fehlen!

  • Easy! Rad im Nahverkehr: In Regionalzügen kann der fahrbare Untersatz ohne Voranmeldung zu einem Aufpreis von 4,50 Euro den ganzen Tag lang mitgenommen werden. Das so genannte FahrradTicket NRW kann landesweit mit dem SchönerTag-Ticket und weiteren Tickets des NRW-Tarifs kombiniert werden. Die Überfahrt in ein anderes Bundesland schlägt mit fünf Euro zu Buche. Auch dieser Drahtesel-Aufschlag lässt sich mit dem Schönes-Wochenende-Ticket oder dem Quer-durchs-Land-Ticket geschickt verknüpfen. Aber nicht immer ist ein Tagesticket fürs Fahrrad die günstigste Wahl. Bei einer Einzelfahrt lohnt sich eher der Kauf eines Zusatztickets – die Spanne liegt je nach Verkehrsverbund und Preisstufe zwischen circa 1,20 und 3,60 Euro. Doch Obacht: Fahrradtickets im Nahverkehr sind meist nur gültig bei sofortigem Fahrtbeginn. Wer bei der Fahrradmitnahme in der Bahn ohne richtigen Fahrschein erwischt wird, bei dem wird ein erhöhtes Beförderungsentgelt von 40 Euro fällig.

  • Mitnahme bei Ticket-Abos und Co.: Bevor es mit dem Rad ab auf die Schiene geht, lohnt es sich, die Beförderungsbedingungen der Verkehrsverbünde zu checken – vor allem dann, wenn Radler ein Dauerticket besitzen. Denn bei einigen Verkehrsunternehmen ist die Fahrradmitnahme inbegriffen. So ermöglichen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr einige VRR-Abos – etwa das Ticket 2000, das Firmen- oder Semesterticket, das Young Ticket Plus oder das Bärenticket – eine Mitnahme des Fahrrades in Zügen. Wer außerhalb NRWs unterwegs ist, kann vielerorts sein Rad kostenlos mit in den Zug hieven. Denn in vielen Bundesländern wird für den drahtigen Begleiter kein Zusatzentgelt fällig.

  • Nutzungsregeln im Mehrzweckabteil: Bahnreisende, die mit einem Rad unterwegs sind, können Mitreisende durchaus bitten, Platz in einem Mehrzweckabteil zu machen, denn dieses ist auch für den Transport von Rädern bestimmt. Füllen jedoch bereits Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen das Abteil, haben Zweiradbesitzer das Nachsehen. Grundsätzlich gilt: Radler können nicht auf der Beförderung ihres Zweirads im Zug bestehen. Ist das Mehrzweckabteil bereits voll, kann eine Mitnahme verweigert werden. Besonders an Ausflugstagen sollten deshalb alternative Verbindungen parat sein. Sinnvoll ist auch, Stoßzeiten des Berufsverkehrs zu meiden, da die Mehrzweckabteile dann meist ausgelastet sind. 

Um Beschwerden oder Probleme bei der Fahrradmitnahme in Nordrhein-Westfalen kümmert sich die Schlichtungsstelle Nahverkehr der Verbraucherzentrale NRW unter
www.schlichtungsstelle-nahverkehr.de
www.vz-nrw.de/umweltberatung


Weitere Informationen rund um die Mitnahme von Fahrrädern in Zügen erhalten Ratsuchende bei den Verkehrsclubs VCD und ADFC sowie bei der nächsten Umweltberatung der Verbraucherzentrale. Kontakt und Sprechzeiten unter

Wissenswertes zu den Kundenrechten bei Bus und Bahn gibt’s auch im Online-Jugendmagazin der Verbraucherzentrale NRW unter www.checked4you.de/fahrgastrechte.

15/2013

Sonntag, 7. April 2013

Deutschland per Rad entdecken

Ziel erreicht. Foto: ADFC/Karsten Klama


 So macht Urlaub Spaß

Es dauert nicht mehr lange, dann hat der Winter endgültig ein Ende. Zeit, um wieder richtig durchzustarten und die ersten Ausflüge in den Frühling zu wagen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat hierfür die passenden Ideen parat: Der bewährte Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ präsentiert attraktive Radfernwege, die sich auch für ein verlängertes Wochenende eignen.


Radlerpause am Deich. Foto: ADFC/Jens Lehmkühler
In Deutschlands Nordwesten beispielsweise bietet sich die Deutsche Fehnroute mit einer Länge von 173 Kilometern für eine Wochenendtour an. Sie führt als Rundkurs über Leer und Papenburg hinein in die typischen langgestreckten Fehndörfer. Herrschaftlich geht es auf der Märkischen Schlössertour durchs Oderland zu: Die mit vier von fünf möglichen Sternen klassifizierte ADFC-Qualitätsradroute versetzt entdeckungsfreudige Radfahrer auf einem 180 Kilometer langen Rundkurs in die Zeit von Preußens Glanz, von dem die zahlreichen Schlösser und Herrenhäuser an der Strecke zeugen.

Auch im Süden Deutschlands kann man nach dem trüben Winter wieder so richtig auf Touren kommen: Der Radfernweg „Von Krater zu Krater“ im Nationalen Geopark Ries verbindet zwei von Meteoriten geschlagene Becken miteinander. Auf dem 185 Kilometer langen Rundkurs, dessen Ost- und Westschleife jeweils auch einzeln befahren werden können, kommen dank mancher Anstiege auch sportliche Radfahrer auf ihre Kosten. So wie auf dem Donau-Bodensee-Weg von Ulm zum „Schwäbischen Meer“, der auf 152 Kilometern zudem viele willkommene Erfrischungen in Form von Badeseen und Thermen bereithält.


Gemeinsam auf Tour. Foto: ADFC/Karsten Klama
Diese und noch viele weitere Routen quer durchs ganze Land finden sich in „Deutschland per Rad entdecken“. Übersichtliche Karten, Angaben zum Charakter der Strecke, zur Routenplanung und zu Sehenswürdigkeiten komplettieren das Informationspaket. Auf www.adfc.de/reisenplus stehen alle Inhalte auch online bereit. Dort finden sich zudem stimmungsvolle Bildergalerien sowie Adressen zu Anbietern von Städtetouren und Mietstationen für Elektrofahrräder. Auf www.germany.travel wirbt die Deutsche Zentrale für Tourismus, Kooperationspartner des ADFC, weltweit für das Radurlaubsziel Deutschland.

Nach der Tour heißt es dann „Bewerten und Gewinnen“. Auf www.adfc.de/feedback können alle Fahrradurlauber von ihren Erfahrungen auf den Routen aus „Deutschland per Rad entdecken“ berichten. Zu gewinnen gibt es eine wasserdichte Fahrradtasche von Ortlieb.

Die 92 Seiten starke Broschüre „Deutschland per Rad entdecken" kann beim ADFC, Stichwort „Deutschland per Rad", Postfach 10 77 47, 28077 Bremen, Tel.: +49 1805 003479 (0,14 €/Min. aus dem Festnetz, mobil max. 0,42 €/Min.), Fax: +49 30 2091498-55 (Versandkostenpauschale 5 €, inkl. MwSt., per Überweisung nach Erhalt der Broschüre) oder unter www.adfc.de/dpr-bestellen bestellt werden und liegt zur kostenlosen Mitnahme in den ADFC-Geschäftsstellen und bei vielen Fahrrad-Händlern aus.

Mittwoch, 13. März 2013

Der EmsRadweg – Sprung in die deutschen Top 10 gelungen

Riesenerfolg für den EmsRadweg: Die beliebte Radroute, die der Ems von den Quellen bis zur Mündung folgt, hat nun eine besondere Auszeichnung erhalten. Auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin gab der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) in der jährlich erhobenen Radreiseanalyse bekannt, dass der EmsRadweg zu den Radfernwegen gehört, die deutschlandweit am häufigsten gefahren werden. Mit Platz 8 ist der Qualitätsradroute nun somit der Sprung in die Top 10 der deutschen Radfernwege gelungen. "Die Touristik GmbH Südliches Ostfriesland (Landkreis Leer ohne Borkum) war von Anfang an mit dabei, betont deren Geschäftsführer Kurt Radtke.

In der Vergangenheit haben die Kreise, Städte und Kommunen entlang der Ems ihren Radfernweg durch hochwertige Infrastruktur und Service-Angebote ausgebaut und überregional bekannt gemacht. So wurden allein in den letzten drei Jahren 34 Rastplätze, 5 Aussichtstürme, 16 Kanueinsatzstellen und zwei Bootsanleger, 53 Infopoints und 130 abschließbare Fahrradboxen zusätzlich installiert sowie die Ausschilderung deutlich verbessert. Hierfür wurde ein Projektbüro eingerichtet, das heute als Geschäftsstelle wichtige Koordinations-, Qualitätssicherungs- und Marketingaufgaben wahrnimmt.

Und der Erfolg gibt den engagierten Initiatoren Recht, denn die Erfolgsmeldungen lesen sich beeindruckend: 2008 wird der EmsRadweg als Qualitätsradroute mit vier Sternen zertifiziert. 2010 errechnet ein unabhängiges Institut eine Wertschöpfung für die Route von rund 4 Millionen Euro. 2011 melden dann die Buchungsstellen einen Rekordumsatz von 153.000 Euro, nur um diesen bereits 2012 mit einen weiteren von rund 201 Tausend Euro zu übertreffen.

Informationen über die Radroute finden Interessierte auf der Internetseite www.emsradweg.de oder erhalten diese direkt bei der Geschäftsstelle IG EmsRadweg unter der Telefonnummer 05257-5009124.

Dienstag, 5. März 2013

Urlaub mit dem Fahrrad oder auf Schusters Rappen

Wenn am 6. März 2013 die Internationale Tourismusbörse in Berlin (ITB) beginnt, ist auch der Kreis Viersen am Start. In Halle 8.2/102 am Messestand des Niederrhein Tourismus sollen die bewährten Trümpfe stechen: Wandern, Radfahren und die Natur genießen. Im Blickpunkt steht das deutsch-niederländische Unternehmen 2-LAND, das in seinem aktuellen Katalog zwei neue Schwerpunkte setzt: Wandern und die Schifffahrt.

Auch das Service- und Verleihsystem NiederrheinRad entwickelt sich weiter. Nach den erfolgreichen Anfangsjahren ist es in dieser Saison nun erstmals möglich, zusätzlich E-Bikes auszuleihen, wenn sie vorbestellt wurden. Im neuen Katalog 2013/14 werden den Radfahrern attraktive Tourentipps durch die Region vorgeschlagen.

Wie sehr die einzelnen Kreise, Städte und Gemeinden des Niederrheins verbunden sind, stellen zudem zwei neue Projekte unter Federführung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen (WFG) unter Beweis, die auf der ITB vorgestellt werden. Das Netzwerkmarketing Tagestourismus gilt für das Gebiet der Euregio Rhein-Maas Nord und hat sich zum Ziel gesetzt, langfristig die Qualität der Angebote und der Tourismusanbieter zu erhöhen. Ein weiteres Projekt der Euregio Rhein-Waal heißt „Netzwerkmarketing Fernwanderwege mit Schwerpunkt Barrierefreiheit“. Das Projekt hat sich auf die Fahne geschrieben, die Zielgruppe der Individualreisenden zwischen 30 und 60 sowie auch jüngere Wander-Interessierte anzusprechen.

www.wfg-kreis-viersen.de

Dienstag, 30. Oktober 2012

Aus für Bierbikes

Nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. August 2012 dürfen die sogenannten Bierbikes nicht mehr auf öffentlichen Straßen fahren. Die Partybikes erfüllen nach dem Urteil der Richter nicht den straßenrechtlichen Gemeingebrauch. Sie stellen vielmehr eine erlaubnispflichtige Sondernutzung dar, da sie vorwiegend nicht zur Teilnahme am Verkehr, sondern zu anderen Zwecken benutzt werden. Der ADAC hält die Entscheidung schon deshalb für gerechtfertigt, weil Alkoholkonsum und die Teilnahme am Straßenverkehr nicht zusammenpassen.

Anhand des äußeren Erscheinungsbildes eines Bierbikes ist schon zu erkennen, dass es weniger der Fortbewegung im Straßenverkehr dient, als vielmehr dem geselligen Feiern mit Musik und Getränken. Bei den Partybikes handelt es sich um eine Konstruktion, die etwa fünf Meter lang, 2,30 Meter breit und 2,70 Meter hoch ist. Bis zu 16 Menschen sitzen sich gegenüber und treten in die Pedale. Ein Fahrer lenkt und bremst. Die Bikes sind mit einer Bierzapf- und Soundanlage ausgestattet.


Quelle: www.adac.de