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Samstag, 27. Juli 2013

Fahrten bei extremer Sonne meiden

Schenkt man den Meteorologen Glauben, dann bleibt uns das hochsommerliche Wetter mit Temperaturen um die 30 Grad auch noch in den kommenden Tagen erhalten. Doch die Sommerhitze hat auch ihre Schattenseiten. Ab 25 Grad steigt das Unfallrisiko durch Fahrfehler!

Jeder siebte Verkehrsunfall mit Verletzten ereignet sich an heißen Sommertagen mit Temperaturen von 25 Grad und mehr. Das hat die ADAC Unfallforschung jetzt in einer aktuellen Untersuchung ermittelt. Hauptursache sind vor allem Fahrfehler, die durch mangelnde Konzentration verursacht wurden - wie etwa das Missachten der Vorfahrt, das Übersehen des Gegenverkehrs oder der Zusammenstoß mit vorausfahrenden  Autos. Während der Anteil konzentrationsrelevanter Unfälle an kälteren Tagen, d.h. bei Temperaturen von weniger als 15 Grad bei 47 Prozent liegt, steigt er im Sommer auf 63 Prozent an.

Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. rät deshalb allen Autofahrern, die Hitzegefahr nicht zu unterschätzen. Der Rat, viel zu trinken, ist zwar nicht neu - kann aber dennoch Leben retten.

Vor allem älteren Menschen aber auch Kindern machen diese hohen Temperaturen zu schaffen. Um Kreislaufschwäche und Herz-Rhythmus-Störungen vorzubeugen, empfiehlt der ADAC Autofahrern, gerade in der heißen Jahreszeit täglich bis zu drei Liter Flüssigkeit zu trinken. Ideal sind Mineralwasser, verdünnte Obstsäfte und Tee. Warnzeichen für eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme sind Kopfschmerzen oder Schwindel, die umgehend zu einer Pause und zur Flüssigkeitsaufnahme führen sollten.

Auch bei Kindern gilt besondere Vorsicht: Achten Sie darauf, dass die kleinen Mitfahrer genügend trinken und keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Hilfreich sind Schattenspender oder Folien, die bequem an den Seitenfenstern angebracht werden können. An sehr heißen Sommertagen reichen schon 15 Minuten, um das in der Sonne geparkte Auto auf ein unerträgliches Maß aufzuheizen. Deshalb dürfen unter keinen Umständen Kinder, aber auch keine Tiere bei hohen Temperaturen im parkenden Auto zurückgelassen werden, auch dann nicht, wenn im Schatten geparkt wurde.

Aufgeheizte Fahrzeuge sollten deshalb vor Fahrtbeginn ordentlich durchgelüftet werden, damit die Innentemperatur nicht mehr als notwendig 
durch die Lüftung oder Klimaanlage abgekühlt werden muss. Dann sollten diese zunächst einige Zeit auf Umluft laufen, so kühlt das Fahrzeug schneller ab, weil keine warme Luft von außen zugeführt wird. Die Experten des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. raten, Klimaanlagen generell nicht zu kalt einzustellen. 22 Grad Celsius sind ideal. Zu starkes Herunterkühlen belastet den Kreislauf enorm. Der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur sollte nicht größer als sechs Grad sein. Auf Kurzstrecken am besten ganz auf die Klimaanlage verzichten und lieber die Fenster öffnen. Das spart auch Kraftstoff. 

Bei längeren Fahrten und bei flexibler Reisezeit, rät der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. in den frühen Morgen- bzw. Abendstunden zu reisen. Bei längeren Fahrten, etwa in den Urlaub, sind regelmäßige Zwischenstopps im Schatten und leichte Gymnastikübungen sinnvoll, um Geist und Körper wieder in Schwung zu bringen.

Der ADAC hat hier - gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dem Deutschen Olympischen Sportbund sowie Tank & Rast - die Aktion "Fit in den Urlaub" ins Leben gerufen, die noch bis September 2013 läuft. Informationen hierzu finden Sie unter www.fit-in-den-urlaub.com.


Montag, 1. Juli 2013

Tipps für die Reiseapotheke

Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation starten 40 Prozent aller Fernreisenden völlig unvorbereitet in den Urlaub. Deshalb gibt der ADAC Tipps für die Zusammenstellung der individuellen Reiseapotheke.

Zur Grundausstattung zählen Einmalhandschuhe, Pinzette, Schere, Wund-desinfektionsmittel, Pflaster und Kompressen, elastische Binden sowie Fieberthermometer. Arzneien gegen Schmerzen, Fieber, Durchfall, Verstopfung und Erkältung sollten ebenfalls im Gepäck sein. Abschwellende Nasensprays leisten vor und auf Flügen wertvolle Dienste, um den Druckausgleich im Ohr zu erleichtern. Gegen Reiseübelkeit helfen spezielle Kaugummis oder Akupressurbändchen. 

Fernreisende sollten umfangreicher vorsorgen. Tabletten zum Entkeimen von Wasser, Mittel gegen Magen-Darm-Verstimmungen und Insektenschutzmittel sind sinnvolle Ergänzungen. In bestimmte Länder sollten sterile Einmalspritzen und Injektionsnadeln mitgenommen werden. Die Medikamente sollten zudem wasserdicht und möglichst temperaturgeschützt aufbewahrt sein. Auch der Beipackzettel ist wichtig, da Arzt oder Apotheker an Ort und Stelle daraus wichtige Hinweise entnehmen können – auch wenn dieser in deutscher Sprache ausgestellt ist.

Der ADAC rät besonders bei Reisen in Gebiete mit schlechter medizinischer Versorgung, sich etwa sechs Wochen zuvor bei einem reise- oder tropenmedizinisch erfahrenen Arzt zu erkundigen. Er passt die Reiseapotheke an, informiert über vorgeschriebene und empfohlene Impfungen und gibt wichtige Verhaltensratschläge.

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte als Reserve mehr als die Hälfte der Menge mitnehmen, die er im Normalfall benötigt. Sicherheitshalber sollten die Mittel bei Flügen auf Hand- und Check-in-Gepäck verteilt werden, um dem Verlust vorzubeugen. Nicht jedes Präparat kommt problemlos über jede Grenze. Eine Insulin-Spritze könnte bei ausländischen Behörden schon den Verdacht von Drogenbesitz erwecken. Hierfür gibt eine ärztliche Bescheinigung, verfasst in mehreren Sprachen. Das Formular zur Medikamentenmitnahme steht auf der Homepage des ADAC zum Download bereit. 

Lange Auto- und Flugreisen sind für Menschen mit Venenerkrankungen nicht ungefährlich. Stundenlanges Sitzen ohne Bewegungspausen kann den Blutfluss in den Venen so beeinträchtigen, dass sich Gerinnsel bilden, die auch größere Adern ganz verschließen können. Betroffene sollten Stützstrümpfe oder medizinische Thrombose-Prophylaxestrümpfe tragen. 

Hochalpin-Touristen, Taucher, Tropenreisende oder Allergiker erhalten weitere Informationen von ADAC Experten unter der Hotline 089/76 76 77. Urlauber, die bei akuten Erkrankungen dort anrufen, erhalten vom Club Hilfe mit Adressen von deutsch oder englisch sprechenden Medizinern am jeweiligen Urlaubsort.

Weitere Informationen sind unter www.adac.de/Reise-Freizeit nachzulesen.

Samstag, 1. Juni 2013

Vor Fernreisen über Reiseimpfungen informieren

Wer eine Fernreise plant, sollte sich rechtzeitig über notwendige oder empfehlenswerte Reiseimpfungen informieren. „In anderen Ländern ist das Infektionsrisiko für viele Krankheiten erhöht. Vor ausgewählten Risiken kann man sich durch Impfungen effektiv schützen, das sollte man nutzen“, sagte Prof. Dr. med. Thomas Weinke bei der Pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. „Welche Impfung möglich und empfehlenswert ist, hängt vom Reiseland, vom Reisestil und dem individuellen Risiko ab. Da einige Impfungen wiederholt verabreicht werden müssen, sollte man sich rechtzeitig informieren.“ Die Kosten für Reiseimpfungen werden von einigen Krankenkassen erstattet.

Zu den wichtigsten Reiseimpfungen gehört die Impfung gegen Hepatitis A. Der Erreger sind Viren, die über verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel übertragen werden. Diese Viren sind in den Tropen, aber auch in vielen anderen Regionen weltweit, etwa im Mittelmeerraum, weit verbreitet. Weinke: „Drei von tausend Reisenden, die ungeimpft in die Tropen fahren, infizieren sich innerhalb eines Monats. Damit ist Hepatitis A die häufigste Infektionskrankheit, die sich durch eine Impfung vermeiden lässt.“ Hepatitis B wird nicht durch Fäkalkeime, sondern durch den Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten wie Sperma übertragen. Auch gegen diese Art der Infektion ist ein Impfstoff verfügbar.


Andere länderspezifische Reiseimpfungen schützen vor Typhus, Cholera, Gelbfieber, Polio oder der Japanischen Encephalitis. Auch Infektionen durch Meningokokken oder die Erreger der Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) sind je nach Reiseland und Art der Reise empfehlenswert. „Ob eine Reiseimpfung nötig ist, hängt auch von der Art und Dauer der Reise ab“, sagt Weinke. „Zu einer Impfung gegen Tollwut würde ich vor allem bei einem Aufenthalt von länger als einem Monat raten oder wenn man ein hohes berufliches Risiko eingeht, etwa als Entwicklungshelfer.“ Eine Fernreise sollte auch immer der Anlass sein, sich über Auffrischungsimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten zu informieren.

Freitag, 31. Mai 2013

Auslandsreise-Krankenversicherung im Test

In vielen Urlaubsländern übernimmt die gesetzliche Krankenkasse überhaupt keine Kosten. Selbst Arztbesuche aufgrund kleinerer Verletzungen oder eines Infekts können daher das Urlaubsbudget sprengen. Die Auslandsreise-Krankenversicherung übernimmt die ärztlichen Leistungen zur Behandlung von Notfällen. Die Stiftung Warentest hat für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest 40 Versicherungsangebote untersucht und Qualitätsurteile von „sehr gut“ bis „ausreichend“ vergeben.

Wenn die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten nicht übernimmt, wird der Urlauber zur Kasse gebeten. Gerade in Urlaubsregionen sind Verletzungen an der Tagesordnung, sei es beim Wassersport, Wandern oder Skifahren. Die Kosten für einen Krankenhausaufenthalt oder einen Krankenrücktransport übersteigen die finanziellen Mittel der meisten Urlauber. Der Grundbeitrag für eine Auslandsreise-Krankenversicherung liegt durchschnittlich zwischen zehn und zwölf Euro für eine Jahrespolice, für Senioren zwischen fünfzehn und dreißig Euro. Wenig Geld für viel Schutz: Die Auslandsreise-Krankenversicherung ist für alle sinnvoll, die außerhalb Deutschlands Urlaub machen. Innerhalb Europas ist der Schutz durch die Krankenkasse häufig lückenhaft. Außerhalb Europas zahlt die Kasse nie.

Die Leistungen der verschiedenen Anbieter variieren sehr stark. So übernehmen zum Beispiel nur wenige Versicherer Leistungen für provisorischen Zahnersatz. Deutliche Unterschiede gibt es auch bei den Bedingungen zum Krankenrücktransport nach Deutschland.

Finanztest berichtet in der Juni-Ausgabe darüber, welche Leistungen die Auslandsreise-Krankenversicherungen bieten und worauf man beim Abschluss einer Versicherung achten sollte. Die Ergebnisse auch auf test.de/reisekrankenversicherung abrufbar.