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Freitag, 21. Juni 2013

Tipps für Touren mit Fernbussen

Von München über Frankfurt nach Berlin oder Hamburg – seit Anfang des Jahres nimmt der Fernbusverkehr an Fahrt auf. Immer mehr Busunternehmen wie etwa die Bahntochter Berliner Linien Bus, Meinfernbus, Flixbus, city2city, Eurolines oder Univers/Aldi drängen auf den Markt und bieten Fernreisen nach festem Fahrplan kreuz und quer durch Deutschland an – Tendenz steigend. „Busreisen sind in der Regel günstiger als die gleiche Strecke per Bahn und verbrauchen pro Nutzer weniger Sprit als das Auto“, erläutert die Verbraucherzentrale NRW die Hauptvorzüge des Bustransfers. 

Hinzu zur gemächlichen Tour kommt der ein oder andere Komfort – etwa durch Klimaanlagen, Toiletten, WLAN-Anschluss, Snacks und Getränken an Bord. Noch läuft bei Fernbussen nicht alles rund. Denn viele Unternehmen, die mit einem Fuhrpark beziehungsweise Angebot auf den Markt drängen, sind noch mit dem Aufbau einer eigenen Logistik, dem Ausbau ihres Tourenangebots und der Einrichtung von Busbahnhöfen beschäftigt. Wer das Angebot jenseits von Schiene und eigenem Lenkrad möglichst ohne Komplikationen nutzen möchte, sollte folgende Tipps beachten:

  • Zeit spart Ticketgeld: Eine Fahrt per Fernbus lohnt sich für Leute, die nicht auf die Uhr schauen müssen und kostengünstig durch Deutschland reisen wollen. Ein Linienbus legt die Strecke von einer Stadt im Rheinland nach Berlin in etwa elf Stunden zurück und braucht auf diese Weise mehr als doppelt so lange wie ein Fernzug. Der Verkauf von Tickets verläuft meist übers Internet. Eine Fahrkarte von Köln nach Berlin kostet zwischen 33 und 65 Euro. Damit sich die Busfahrt tatsächlich lohnt, sollten Reisende die Kosten hierfür mit den Sparpreisen der Bahn vergleichen oder die Konditionen einer Fahrgemeinschaft checken. Auch für die Ticketbuchung bei Fernbussen gilt: Frühbucher sichern sich meist ein Schnäppchen. Bei Frühbucherrabatten werden jedoch Umbuchungen oder Stornierungen meist ausgeschlossen. Auch Kurzentschlossene können oft noch adhoc in einen Fernbus springen und dort ein Ticket lösen – dann allerdings zum normalen Tarif.

  • Streckennetz noch im Aufbau: Städte abseits der Ballungszentren sind vielerorts noch nicht in die bereits bestehenden Fernbusnetze eingebunden. So kann eine Reise nach Konstanz oder Flensburg auch noch mit einen Umstieg in Auto oder Bahn verbunden sein. Busreisende sollten vor einer Ticketbuchung unbedingt prüfen, an welchen Start- und Zielorten Busbahnhöfe sind und wie sie dorthin gelangen. In Nordrhein-Westfalen passieren Fernbusse derzeit neben der Rhein-Ruhr-Region auch Bielefeld und Gütersloh. Interessenten sollten sich regelmäßig über den Stand der Anbindungen und Preise informieren – etwa bei dem Vergleichsportal www.busliniensuche.de im Internet.

  • Kind, Koffer und Co: Service und Komfort unterscheiden sich bei verschiedenen Unternehmen erheblich. Meist wird nur ein bestimmtes Kontingent an Plätzen zu Sonderkonditionen verkauft. Es gibt Ermäßigungen für Kinder, Jugendliche, Studenten oder Senioren. Auch ein kostenloser Zugang zum Internet gehört nicht überall zum Standard während der Busfahrt. Auch wenn zu viele oder zu schwere Gepäckstücke mit auf die Reise gehen oder das Fahrrad mit soll, wird oft die Buchung eines Zusatztickets fällig.

  • Fahrgastrechte im Fernbus: Auch ein Bus kann im Stau stecken bleiben. Erreicht ein Bus sein Ziel mehr als zwei Stunden verspätet, haben Mitfahrer Anspruch auf die Erstattung des vollen Fahrpreises, falls eine Strecke von mehr als 250 Kilometer zurückgelegt wurde. Zum Ausgleich kann das Busunternehmen seinen Fahrgästen auch eine andere Reisemöglichkeit – zum Beispiel mit der Bahn – anbieten. Wird die Weiterreise durch eine Busverspätung verhindert, können Reisende zusätzlich zur Erstattung ihrer Buskosten auf eine Entschädigung in Höhe des halben Fahrpreises für ihren weiteren Transport pochen. Bei längerem Stillstand oder Verspätung eines Busses hat das Busunternehmen zudem für Erfrischungen und Verpflegung zu sorgen.

Um Probleme und Beschwerden rund um Fernbusreisen kümmert sich die Schlichtungsstelle Öffentlicher Personenverkehr, erreichbar im Internet unter www.soep-online.de. Mehr Informationen über klimafreundliche Mobilität gibt’s bei der nächsten Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW. Kontakt und Sprechzeiten unter
www.vz-nrw.de/umweltberatung. (Stand: 04/2013)

Sonntag, 5. Mai 2013

Fernbusreisen: Eine preiswerte Alternative

Das Fernbusnetz in Deutschland wächst schnell. Der Bus wird damit zu einer preiswerten Alternative zu Auto und Bahn. Die Experten der Stiftung Warentest sind auf den wichtigsten Linien Probe gefahren. Ihr erster Eindruck ist positiv. Ausführlich berichten sie darüber in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test.

Wer ein Busticket bucht, sichert sich automatisch einen Sitzplatz. Reservierungsgebühren fallen nicht an. Meist ist ein Koffer im Fahrpreis enthalten. Mit kostenlosem WLan und preiswerten Getränken locken Fernbusse vor allem junge Gäste. Die Busverbindungen nutzen hauptsächlich diejenigen, die sparen wollen. Die Strecke von Berlin nach Würzburg kostet mit dem Fernbus 27,50 Euro und dauert 5:50 Stunden. Die Bahn verlangt für dieselbe Strecke mit dem ICE-Normalpreis 120 Euro, erreicht den Zielbahnhof aber auch schon nach 3 Stunden und 27 Minuten. Die Bahnfahrt ist damit deutlich teurer. Dafür sind die Reisenden auf der Schiene schneller unterwegs.

Die Busse waren pünktlich, die meisten Fahrer freundlich und die Preise moderat. Bei den Testfahrten mit den sechs großen Anbieter Berlinienbus,City2city, Dein Bus, Deutsche Touring, Flixbus und Mein Fernbus gab es keine negativen Überraschungen.

Der ausführliche Artikel Fernbusreisen erscheint in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und ist unter www.test.de/fernbusse abrufbar

Sonntag, 17. März 2013

Höhepunkte der Maya-Kultur


Atemberaubende Entdeckungen im Regenwald von Mexiko und Guatemala. Foto: Jahn Reisen


„Das Beste von Mexiko und Guatemala“ 

Die zehntägige Bus-Rundreise „Das Beste von Mexiko und Guatemala“ von Jahn Reisen kombiniert die Highlights der Maya-Kultur in zwei Ländern mit einmaligen Erlebnissen im Regenwald.

Gäste entdecken bei der Bus-Rundreise „Das Beste von Mexiko und Guatemala“ beeindruckende Kulturzeugnisse wie die archäologischen Stätten von Tulúm und die hervorragend restaurierten imposanten Bauten von Chichen Itza in Mexiko ebenso wie das ehemalige Maya-Zentrum Tikal in Guatemala. Gemeinsam bieten beide Länder eine einzigartige Möglichkeit, das alte Maya-Reich in seiner Vielfalt zu erkunden. Begleitet wird die Tour von einem Deutsch sprechenden Reiseführer.

Warum die Maya vor mehr als tausend Jahren ihre hochentwickelten Städte verließen, ist bis heute ein Rätsel. Zur Blütezeit der Maya-Kultur zählte die Bevölkerung im tropischen Tiefland von Yucatan und Belize bis zu 20 Millionen Menschen. Von Cancun aus startet die Rundreise mit der Besichtigung von Tulúm. Hoch über der Karibik liegen hier historische Zeugnisse wie die Tempelpyramide El Castillo und der Tempel der Malereien. Vorbei an der Lagune von Bacalar führt die Fahrt weiter Richtung Guatemala. Mitten im Petén-Urwald erwartet einen die antike Maya-Stadt Tikal. Bislang sind etwa 3.000 der vermutlich mehr als 10.000 Bauten erforscht. Der Großteil Tikals versteckt sich weiterhin unter dichtem Buschwald bis zum Horizont.

Zurück in Mexiko wechselt man nach dem Besuch von Palenque in der Hafenstadt Campeche in die spanische Kolonialzeit. Befestigungsanlagen mit meterdicken Mauern sollten die wichtige Handelsstadt vor Piratenüberfällen schützen. Uxmal mit Nonnenviereck und Gouverneurspalast ist ein Höhepunkt der Maya-Architektur. Die Verquickung von Maya-Kultur und spanischen Eroberern zeigt sich bei der Stadtrundfahrt in der weißen Stadt Merida. Den Hauptplatz überragt die doppeltürmige Kathedrale. Hunderte Maya-Arbeiter bauten sie im 16. Jahrhundert aus den Steinen der Tempel der alten Maya-Stadt Ti’ho’ auf.

In Chichén Itza unterscheiden sich die Bauten deutlich von anderen Maya-Stätten. Nirgends sonst künden so viele steinerne Totenköpfe von blutigen Ritualen wie am Rand des riesigen Ballspielplatzes. Wer die Pyramide besteigt, hat einen fantastischen Blick auf den Tempel der Krieger und die Halle der tausend Säulen. Auch, wenn es anders aussieht: Die steinernen Stufen sind nicht allzu steil. Dafür ist die optische Täuschung des von oben fast senkrecht scheinenden Abstiegs legendär.

Ein Marktbesuch und der Besuch einer ehemaligen Sisal-Hacienda, eine Bootsfahrt durchs Biosphärenreservat mit unzähligen rosa Flamingos und die Besichtigung unterirdischer Flussläufe ergänzen das abwechslungsreiche Programm. Die Rundreise lässt sich auch mit einem Badeaufenthalt kombinieren. Die Yucatan-Halbinsel ist auch für ihre kilometerlangen Karibikstrände berühmt.

Montag, 17. Dezember 2012

Einstieg in den deutschen Fernbusmarkt


Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC e.V.) und die Deutsche Post arbeiten an einem Konzept für ein künftiges deutschlandweites Fernbusnetz. Die Deutsche Post als Marktführer im deutschen Brief- und Paketmarkt und der ADAC als Europas größter Automobilclub überlegen, die wichtigsten Metropolen Deutschlands flächendeckend mit einem neuen, schnellen und hochwertigen Busnetz zu verbinden und somit den wachsenden Fernbusmarkt zu erschließen. ADAC und Deutsche Post verfügen über eine hervorragende Infrastruktur von Filialen und Geschäftsstellen in ganz Deutschland. Nach eingehender Prüfung wäre ein gemeinsamer Marktstart bereits zu Beginn des Jahres 2014 möglich.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 hat die Bundesregierung vor zwei Monaten eine Liberalisierung des deutschen Fernbusmarktes beschlossen. Private Anbieter dürfen künftig im gesamten Bundesgebiet Linienverbindungen zwischen Städten mit Fernbussen anbieten. Bislang durften Fernbusse grundsätzlich nur auf Strecken eingesetzt werden, die nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar waren.

Mit Bekanntwerden der geplanten Marktöffnung hatte die Deutsche Post mit der Prüfung einer Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit in diesem Bereich begonnen. Bei der Suche nach einem möglichen Partner war der ADAC als der führende Mobilitätsdienstleister in Deutschland erste Wahl, der die typischen Werte der Deutschen Post wie Zuverlässigkeit, Qualität und Schnelligkeit hervorragend ergänzt. Ein gemeinsames Team aus Mobilitätsexperten beider Unternehmen hat inzwischen ein Konzept entwickelt, das in den Gremien des Clubs und der Deutschen Post diskutiert wird.

Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF bei Deutsche Post DHL, unterstreicht: „Die Zeit ist reif für eine preisgünstige, sichere und komfortable Mobilitätsalternative. Die Deutsche Post steht wie kein anderes Unternehmen für flächendeckende Präsenz und Zuverlässigkeit sowie Know-how im Transport und im Fuhrparkmanagement – beste Voraussetzungen also, um im Fernbusmarkt erfolgreich zu sein. Dass wir dafür einen so renommierten und in Mobilitätsfragen erfahrenen Partner wie den ADAC gewinnen konnten, freut uns umso mehr. “

Der Vorsitzende der Geschäftsführung des ADAC, Dr. Karl Obermair, bezeichnet die Liberalisierung des deutschen Fernbusmarktes als eine der wichtigsten verkehrsinfrastrukturellen Zäsuren der vergangenen Jahre. Für die individuelle Mobilität der Bürger ergeben sich seiner Meinung nach mit einem attraktiven Fernbusnetz künftig neue, vor allem preisgünstige Alternativen zu Pkws, Zügen und Flugzeugen. Der Club sieht darin für seine Mitglieder eine riesige Chance und Perspektive. Dr. Karl Obermair: „Es ist für den ADAC folgerichtig, mit der Deutschen Post einen unternehmerischen, langfristigen Einstieg in den Fernbusmarkt zu prüfen und ein attraktives Angebot für die Verbraucher zu entwickeln.“