Posts mit dem Label Test werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Test werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 20. Juni 2013

Ferien in Deutschland sind „teuer“


Beim jüngsten ADAC Vergleich von Urlaubsnebenkosten in 50 europäischen Badeorten hat Deutschland erstmals mit der Wertung „teuer“ abgeschnitten. Mit einem „Warenkorb“-Preis von durchschnittlich 185 Euro konnten sich die heimischen Urlaubsregionen zwar im Mittelfeld platzieren, liegen aber über dem Testdurchschnitt und sind im Vergleich zu früheren Jahren in den „teuren“ Bereich gerutscht. Lediglich Fehmarn und Timmendorfer Strand wurden als „durchschnittlich“ eingestuft, Zingst, Langeoog und Borkum dagegen als „teuer“. Dafür verantwortlich ist nicht zuletzt die Kurtaxe, die pro Person und Tag bis zu 3,50 Euro betragen kann.  

Insgesamt erhielten zwölf der 50 beliebten Test-Urlaubsorte das Prädikat „sehr günstig“, ebenso viele aber auch das Urteil „sehr teuer“. Zehn Orte waren „günstig“, sieben „durchschnittlich“ und neun „teuer“. Über alle Test-Orte hinweg kostete der „Warenkorb“ durchschnittlich 175 Euro. Kurt Heinen, ADAC Vizepräsident für Tourismus: „Während sich Anreise und Übernachtung bereits zuhause relativ leicht kalkulieren lassen, können die Ausgaben für die kleinen Extras vor Ort schnell aus dem Ruder laufen. Denn quer durch Europa gibt es enorme Preisunterschiede bei Strandliege, Cappuccino & Co.“

So stand zum Beispiel die Strandliege samt Sonnenschirm in Bodrum und Side in der Türkei sowie im bulgarischen Sveti Konstantin kostenlos zur Verfügung. Im italienischen Alassio hingegen musste man bis zu 45 Euro Miete pro Person und Tag zahlen. Die Sonnencreme gab es in Side schon ab 6,25 Euro, in einem Geschäft in Imperia in Italien wurden genau 20 Euro mehr fällig. Und die Kugel Eis strapazierte die Urlaubskasse in Vejers Strand in Dänemark mit bis zu 3,23 Euro, während sie in Obzor in Bulgarien bereits ab 26 Cent zu haben war.

Als unschlagbar günstig erwies sich Bulgarien mit einem Durchschnittspreis von rund 122 Euro für den „Warenkorb“. Alle fünf Orte, in denen die ADAC Tester unterwegs waren, belegen mit sehr günstigen Preisen die ersten Plätze im Gesamtvergleich. Als Testsieger konnte sich Sveti Konstantin mit einem „Warenkorb“-Preis von knapp 118 Euro behaupten. In Dänemark hingegen musste man fast 223 Euro und damit rund hundert Euro mehr als in Bulgarien für den gleichen „Warenkorb“ ausgeben. Auf den letzten fünf Plätzen der Gesamtwertung finden sich mit der Wertung „sehr teuer“ gleich vier dänische Orte, darunter als Testverlierer Hvide Sande an der dänischen Nordseeküste mit fast 232 Euro für den „Warenkorb“.

Die Preise für den ADAC Vergleich erhoben geschulte Tester in der Hochsaison zwischen Juli und September 2012 in je fünf beliebten Ferienorten in Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Niederlande, Spanien und der Türkei. Zugrunde liegt ein „Warenkorb“ mit 34, vorab genau definierten Produkten und Dienstleistungen, die sich am Bedarf einer Urlauberfamilie mit zwei Kindern orientieren. Sie reihen sich ein in die Kategorien Essen und Trinken, Shopping und Extras, Information und Freizeit sowie Gesundheit und Körperpflege und wurden vor Ort in jeweils drei verschiedenen Einkaufsstätten erhoben.


Freitag, 31. Mai 2013

Auslandsreise-Krankenversicherung im Test

In vielen Urlaubsländern übernimmt die gesetzliche Krankenkasse überhaupt keine Kosten. Selbst Arztbesuche aufgrund kleinerer Verletzungen oder eines Infekts können daher das Urlaubsbudget sprengen. Die Auslandsreise-Krankenversicherung übernimmt die ärztlichen Leistungen zur Behandlung von Notfällen. Die Stiftung Warentest hat für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest 40 Versicherungsangebote untersucht und Qualitätsurteile von „sehr gut“ bis „ausreichend“ vergeben.

Wenn die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten nicht übernimmt, wird der Urlauber zur Kasse gebeten. Gerade in Urlaubsregionen sind Verletzungen an der Tagesordnung, sei es beim Wassersport, Wandern oder Skifahren. Die Kosten für einen Krankenhausaufenthalt oder einen Krankenrücktransport übersteigen die finanziellen Mittel der meisten Urlauber. Der Grundbeitrag für eine Auslandsreise-Krankenversicherung liegt durchschnittlich zwischen zehn und zwölf Euro für eine Jahrespolice, für Senioren zwischen fünfzehn und dreißig Euro. Wenig Geld für viel Schutz: Die Auslandsreise-Krankenversicherung ist für alle sinnvoll, die außerhalb Deutschlands Urlaub machen. Innerhalb Europas ist der Schutz durch die Krankenkasse häufig lückenhaft. Außerhalb Europas zahlt die Kasse nie.

Die Leistungen der verschiedenen Anbieter variieren sehr stark. So übernehmen zum Beispiel nur wenige Versicherer Leistungen für provisorischen Zahnersatz. Deutliche Unterschiede gibt es auch bei den Bedingungen zum Krankenrücktransport nach Deutschland.

Finanztest berichtet in der Juni-Ausgabe darüber, welche Leistungen die Auslandsreise-Krankenversicherungen bieten und worauf man beim Abschluss einer Versicherung achten sollte. Die Ergebnisse auch auf test.de/reisekrankenversicherung abrufbar.

Mittwoch, 28. November 2012

City Cards im Test


Zunehmend beliebt bei Städtetouristen sind so genannte City Cards, die mit Rabatten auf Eintritte in Museen, Veranstaltungen, sportliche Aktivitäten, Restaurants und andere Attraktionen werben. Ob diese Karten tatsächlich halten, was sie versprechen, hat der ADAC jetzt erstmals unter die Lupe genommen. Verglichen wurden Angebote in 14 europäischen Städten: Amsterdam, Barcelona, Berlin, Kopenhagen, Lissabon, Ljubljana, London, Luxemburg, Madrid, Oslo, Paris, Rom, Wien und Zagreb. Das Ergebnis: Manche sind tatsächlich zu empfehlen, manche sind Abzocke im schönen Gewand.

Eine wahre Mogelpackung ist der Testverlierer „The Berlin Pass“ mit dem Testergebnis „mangelhaft“. Wer die Eintritte zu den zehn Berliner Hauptattraktionen inklusive eines 3-Tage-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) zu ganz normalen Konditionen ohne „The Berlin Pass“ kauft, zahlt sage und schreibe 33,60 Euro weniger als mit. Stolze 82 Euro kostet einem Erwachsenen diese City Card, die lediglich auf drei der zehn Hauptattraktionen Rabatt gewährt. Außerdem kann man den „The Berlin Pass“ nur online bestellen, das Gesamtangebot an Rabatten ist sehr überschaubar und kostenlose Attraktionen werden irreführend als Angebot aufgeführt.

Ganz anders in Wien: Mit der Note „gut“ landete die Wien-Karte/Vienna Card auf Platz eins. Sie ist nicht nur mit 19,90 Euro sehr günstig, sondern beinhaltet zudem 151 Angebote rund um Freizeitaktivitäten und gewährt auf neun von zehn Hauptattraktionen Rabatte. Die Nutzung des ÖPNV ist während der drei Tage kostenlos. 

Pro Person spart man allein beim Besuch der zehn Hauptattraktionen zehn Euro. Nutzt man alle anderen Angebote, wie beispielsweise Rabatte auf Restaurantbesuche oder Shopping, schont man den Geldbeutel zusätzlich.

Wer mit einem Städtepass sparen will, muss also genau prüfen, was die einzelnen City Cards bieten und wie viel er davon und darüber hinaus besuchen möchte. Der ADAC rät deshalb, die gewährten Rabatte und den Anschaffungspreis der Karte zu vergleichen und zu prüfen, ob sich der Kauf tatsächlich lohnt. Auch sollte unbedingt darauf geachtet werden, ob die Nutzung des ÖPNV durch die Karte kostenlos ist. Allein diese Option kann schon den Kauf einer City Card rechtfertigen.

Die Daten hat der ADAC im Juni und Juli 2012 erhoben. Neben einer umfangreichen Eigenrecherche wurde allen Anbietern ein Online-Fragebogen zugesandt. Bewertet wurden die Kriterien Angebot, Top-Attraktionen, Informationen, Ticketkauf und Preis.

Sonntag, 4. November 2012

Cars­haring: Wenigfahrer sparen mehr als 1.000 Euro jähr­lich


Wer nur gelegentlich ein Auto braucht und weniger als 7.500 km im Jahr fährt, kann durch Cars­haring bis zu 1.000 Euro jähr­lich sparen. Die Verfügbarkeit ist meist „sehr gut“ und der Zustand der Autos bei vielen Anbietern „gut“, die Aufnahme­beiträge sind oft gering und zahlreiche Anbieter verlangen keinen oder nur einen geringen Monats­beitrag. Auch die Anbieter ohne Miet­stationen können eine gute Alternative zum eigenen PKW sein. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Oktober-Ausgabe der Zeit­schrift test, für die sie neun Cars­haring-Anbieter getestet hat.

„Cars­haring ist eine prima Idee und funk­tioniert auch in der Praxis“, ist das Fazit der Tester, die fünf von neun Anbietern mit „gut“ bewerten, die anderen vier sind „befriedigend“. Unter den Klassikern mit festen Stationen schneiden Greenwheels, Flinkster und Stadt­mobil am besten ab. Sie über­zeugen mit sehr gutem tech­nischem Zustand der Autos, einer vielfältigen Fahr­zeugflotte oder dem problemlosen Anmelden, Buchen und Fahren. Beim klassischen Cars­haring kann man Autos spontan buchen, aber auch Wochen oder Monate im Voraus ordern.

Bei den Anbietern ohne Miet­station mit Fahr­zeugflotten in mehreren Städten liegt Car2go, das Sharing-Angebot von Daimler und Europcar, vorne. Die Autos dieser Anbieter stehen für den spontanen Abruf inner­halb des Geschäfts­gebiets einfach dort, wo der letzte Nutzer sie abge­stellt hat. Mit GPS und Mobil­funk kann der nächste Kunde sie schnell aufspüren und sofort nutzen. Park­gebühren sind hier in den Miet­kosten schon enthalten.

Der ausführ­liche Test Cars­haring ist in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/carsharing veröffent­licht.


Quelle: www.nrw.de